gesetzliche Grundlagen Assistenzhunde


Per 01.01.2015 ist die neue Fassung des BundesBehindertenGesetzes in Kraft getreten. Als Assistenzhunde sind nun neben den Blindenführhunden auch Service- und Signalhunde definiert.

Auszug Definition Assistenzhund:

§ 39a. (1) Ein Assistenzhund ist ein Hund, der sich bei Nachweis der erforderlichen Gesundheit und
seiner wesensmäßigen Eignung sowie nach Absolvierung einer speziellen Ausbildung – vor allem im
Hinblick auf Sozial- und Umweltverhalten, Unterordnung und spezifische Hilfeleistungen – besonders
zur Unterstützung eines Menschen mit Behinderung eignet.
(2) Assistenzhunde sollen zum Zwecke der Erweiterung der Selbstbestimmung und Teilhabe von
Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen eingesetzt werden und dauernd bei der betroffenen
Person leben. Darüber hinaus leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Kommunikation und zum Abbau
von einstellungsmäßigen Barrieren.
(3) Als Assistenzhunde gelten Blindenführhunde, Servicehunde und Signalhunde nach Maßgabe der
Absätze 4 bis 7.

 

Auszug Definition Servicehund:

(5) Der Servicehund soll Menschen mit Behinderung im Bereich der Mobilität unterstützen. Er soll
für Menschen Hilfeleistungen bei jenen Verrichtungen des täglichen Lebens erbringen, die behinderungsbedingt
ohne Unterstützung nur erschwert, unter gefährdenden Bedingungen oder gar nicht möglich wären.
Neben den Basisfertigkeiten werden Servicehunde speziell im Hinblick auf den individuell erforderlichen
Unterstützungsbedarf der betroffenen Person ausgebildet.

 

Auszug Definition Signalhund:

(6) Der Signalhund soll dazu beitragen, die Wahrnehmungsprobleme gehörloser Personen und von
Menschen mit schwerer Hörbehinderung auszugleichen. Signalhunde werden speziell dafür ausgebildet,
Geräusche und Laute durch physische Berührung anzuzeigen. Als Signalhunde werden auch Hunde bezeichnet,
die Menschen mit chronischen Erkrankungen bei damit verbundenen gefährdenden Zuständen
unterstützen und Veränderungen des Stoffwechsels sowie der Körperhaltung, die auf eine bevorstehende
gesundheitsgefährdende Situation hindeuten, frühzeitig wahrnehmen und anzeigen. Es handelt sich dabei
insbesondere um Hunde, die speziell für Menschen mit Diabetes, Epilepsie oder einer anderen neurologischen
Beeinträchtigung eingesetzt werden.

Link Parlament - vollständiger BBGText

Richtlinien für Assistenzhunde

Prüf- und Koordinierungsstelle Assistenzhunde